Kirschblütenlehrgang mit Marijan Glad - Karate Gäufelden

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Kirschblütenlehrgang mit Marijan Glad

Berichte > 2017

Sensei Marijan Glad hat beim Karate Lehrgang in Gäufelden wieder die Teilnehmer überrascht. Ein sehr interessanter Karate Lehrgang, ausgerichtet vom Dojo Jiriki Gäufelden, den die 60 teilnehmenden Karateka mit dem Lehrgangsleiter Marijan Glad (6.Dan) erlebten. Je 2 spezielle Trainings für Unter - und Oberstufe füllen den Tag für die Karateka in der Öschelbronner Aspenhalle aus. Marian Glad, ein Sensei (Meister) von besonderer Güte, der sehr viel Erfahrung von mehrere Jahrzehnten Karate mitbringt und diese in seiner speziellen und praktischen Art an die Lehrgangsteilnehmer weitergibt, kommt gerne nach Gäufelden. Man kennt sich, war aber auch dieses Mal wieder überrascht was Glad im Gepäck hatte. Natürlich ist Disziplin gefordert, natürlich waren Dinge dabei die man gekannt hat, aber das Besondere lag in den geübten Kombinationen und deren Ablauf in den Trainingseinheiten. „Ihr sollt hier Neues kennenlernen, ihr sollt auch feststellen wo Dinge noch nicht so gut klappen und dann im Training daran arbeiten", so Glad. Ergänzend betonte er die Wichtigkeit für das Training im eigen Dojo, „das ist sehr wichtig und die Basis für alle Erfolge". Die Anforderung für Unter- und Oberstufe sind natürlich etwas differenziert, aber keiner konnte nach dem Lehrgangstag in Gäufelden behauten nicht geschwitzt zu haben und außerdem war einiges an Konzentration dabei.

Warum ist die Kopfarbeit so wichtig in der Kampfkunst? Man muß vorher Situationen durchspielen und trainieren, muß sich der Möglichkeiten und Optionen klar sein, um schnell und wirkungsvoll mit Angriffen oder Kontern reagieren zu können. Auch ist es nicht immer nur ein Gegner, manchmal sind es mehrere. Genau da greift die erste Strategie von Glad´s Lehrgangsinhalt in Gäufelden. Kombinationen unterschiedlicher Techniken in verschiede Richtungen, alle mit korrekter und starker Ausführung sind ihm wichtig, da in jeder Position ein Gegner vor einem stehen kann. Dies ist seine zweite Strategie, es ist nicht immer Einer, manchmal sind es mehrere Gegner. Die Übungen starteten übersichtlich wurden dann aber immer komplexer und umfangreicher. Erstaunlich, wie auch der ein oder andere erfahrene Karateka während des Technikablaufes kurz innehalten mußte, oder sich in die falsche Richtung drehte und Beinahzusammenstöße herbeiführte.

In der Unterstufe kamen als zusätzliches Highlight noch Angriffe und Konter mit beiden Fäusten gleichzeitig dazu. Übe das Ungewohnte, das war die dritte Strategie. Auch Dinge die man nicht regelmäßig trainiert, sollte man nicht vergessen: sie können eine Option im Kampf sein. Glad kommentierte die Situationen immer mit viel Witz, so sagte er der Unterstufe:  „Vor dem Schlag geht die Faust zur Hüfte, da bekommt sie Strom, damit danach beim Schlag auch genug Feuer vorhanden ist". Das waren einprägsame Worte, damit bei Schnelligkeit die Technik nicht zu kurz kommt. Auch die Übung im Angriff dem Gegner auf die ausgestreckte Hand zu schlagen war gedacht, um konzentriert das Ziel zu treffen und keine Luftlöcher zu schlagen.

Durch Partnerwechsel hatte auch jeder die Gelegenheit sich auch mit unterschiedlichen Graduierungen und Größen der Partner auseinanderzusetzen. „Wie im wirklichen Leben, so Glad, „draußen könnt ihr euch auch nicht aussuchen ob ein Kleiner oder Großer vor euch steht".

Bei der Oberstufe kam eine ungewöhnliche Variante ins Spiel, um die Teilnehmer zu mischen. Man war in 4 Reihen aufgestellt drehte sich zu seinem Gegenüber und durfte einen kleinen lockeren Freikampf zum Aufwärmen durchführen. Nach kurzer Zeit ließ Glad die Karateka zum Nächsten Durchwechseln bis er sein Ziel erreicht hatte. Die Braun- und Schwarzgurte standen gut verteilt in der Halle. „Ich möchte, dass bei den jetzt kommenden Kata der eine vom anderen abschauen kann", erklärte Glad diese Übung, „außerdem ist ein kurzer Freikampf zum Aufwärmen auch etwas nicht alltägliches". Die Kata „Jitte" (Zehn Hände) galt es dann für einige zu erlernen für andere zu vertiefen. Da merkte man auch wie sich der Kreis schließt, da Marijan Glad in den Technikkombinationen des ersten Trainings schon Teile der Jitte Kata eingebaut hatte. Der Beifall am Ende des Lehrgangs bestätigte das Konzept von Glad.

Den teilnehmenden Mitgliedern vom Dojo Jiriki hat es bei aller Anstrengung auch Spaß gemacht und auch die vielen auswärtigen Gäste anderer Dojo´s haben positives Feedback gegeben und werden wieder kommen, wenn Sensei Marian Glad Station in Gäufelden macht.

06. Mai 2017

 
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