Kirschblütenlehrgang mit Marijan Glad - Karate Gäufelden

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Kirschblütenlehrgang mit Marijan Glad

Berichte > 2018

Den traditionellen Kirschblütenlehrgang des Karate Dojo Jiriki Gäufelden ließen sich 45 Teilnehmer aus nah und fern nicht entgehen. Sogar aus Bühlertal in der Nähe von Baden Baden war ein Teilnehmer angereist, um mit Marijan Glad (6.Dan), dem Lehrgangsleiter, zusammen zu trainieren. Ein Lehrgang ist für die Karateka immer eine zusätzliche Inspiration, so kann man doch über das Training im eigenen Verein hinausschauen und auch Einstellungen und Trainingsmethoden anderer Meister kennenlernen. Außerdem lernt man auch die Gleichgesinnten anderer Vereine kennen die man an anderen Lehrgängen dann oft wieder sieht.

Je 2 Einheiten à 1.5 Stunden wurden für die Unter- und Oberstufe in der Aspenhalle Öschelbronn angeboten, also volles Programm in der die Grundschule (Kihon), Kampf (Kunite) und die Kata (Form) in unterschiedlichsten Kombinationen gelernt oder vertieft werden können.

Marijan Glad begann bei der Unterstufe zuerst mit dem Heranführen an den Kampf mit mehreren Gegnern. „Ihr müsst bei den Techniken konzentriert ein- und ausatmen, die Blickrichtung muss stimmen und wenn der finale Schlag oder Tritt ausgeführt wird, soll es sein wie wenn ihr Zuhause die Tür zuschlagt, da muss Power drin sein" erklärte Glad, mit einem Augenzwinkern speziell beim Beispiel des Türzuschlagen. Bei unterschiedlichen Kampfrichtungen ist es immer auch ein Spiel mit der Hüfte und dem sicheren Stand. Glad verdeutlichte weiter: „Bewegt euch wie ein Scheibenwischer, erst in die eine Richtung, dann mit Blick und standhaft in die andere Richtung". Die Teilnehmer lernten schnell, zuerst mit den Fußtechniken, dann Fuß und Armtechniken zusammen, auch wenn ab und an Konfusion bei der Richtung entstand.
Die Kata „Heian Shodan" erlebte die Unterstufe danach in einer neuen Form. Unterschiedliche zusätzliche Fußtritt Techniken nach jeder Kata Technik war ungewohnt, und brachte die Hirnzellen zum Arbeiten wenn ein jahrelang gewohnter Ablauf plötzlich mit anderen Fußtechniken bereichert wird... aber Stillstand ist Rückschritt. „Ihr sollt auch neuen Dingen aufgeschlossen gegenübertreten und keine Angst haben", erklärte Marijan Glad. Das demonstrierte er auch, indem er der Unterstufe die Kata Tekki Nidan (Eisener Reiter II)  erklärte und vorführte. Nach etwas Übung klappe das schon sehr gut bei der Unterstufe.

Bei der Oberstufte, mehrheitlich Schwarz- und Braungurte, zog das Tempo und die Komplexität dann schnell an. Nach dem Aufwärmen schon gut auf Temperatur sorgte Glad für eine zügige Steigerung der Herzpumpenleistung. Glad: "Ich beobachte immer häufiger dass das Ippon Denken verlorengeht, d.h. der Tritt oder der Schlag muss zum Sieg im Kampf führen... eine Technik muss immer konsequent und  kraftvoll erfolgen, sonst ist das kein Karate." „Ich weiß das ist anstrengend" äußerte Glad verständnisvoll, „aber es wird gekämpft bis zum Schluss, Abkürzungen gibt es nicht."

Der Aufforderung kamen die Teilnehmer natürlich nach, so wurden die Schritte länger,
man versuchte tiefer zu stehen und die Vorgaben konzentriert und stark auszuführen.
Das war ganz im Sinne Glad‘s der von Anfang bis Ende der jeweiligen Übung Power und Einsatz sehen wollte. Man kann sich vorstellen, dass zum Beispiel zwei hintereinander getretene Mae Geri (Fußtritt) ohne das Bein dazwischen auf dem Boden abzusetzen anstrengend sind und die Kondition herausfordern. Da war man dann über ein Yame (Halt/Stopp) bei dieser Übung von Glad erleichtert und konnte etwas durchatmen. Diesen Kampfgeist galt es nun in die Kata „Bassai Dai" (Die Mauern zerstören) hineinzubringen. Nachdem die Köpfe der Teilnehmer rötliche Farbe annahmen gab es eine kurze Pause die dankbar angenommen wurde. Die Kata Ji´in (Liebe und Schatten), eine Kata die seltener geübt wird, zeigte Glad ausführlich. Dadurch kamen auch Teilnehmer mit weniger Erfahrung in den Genuss diese Kata zu laufen. Spezielle Übungen, wo der Partner als Spiegel fungierte und der andere Partner spiegelverkehrt den Techniken folgen musste, als auch Distanzschulung im Kampf vervollständigten diesen Lehrgang. Prima gemacht vom Lehrgangsleiter Marijan Glad und sehr gutes Engagement der Teilnehmer geben ein sehr positives Resümee des Lehrgangs für das Dojo Jiriki Gäufelden.

05. Mai 2018

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü