Kirschblütenlehrgang mit Schlatt - Karate Gäufelden

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Kirschblütenlehrgang mit Schlatt

Berichte > 2015

Schon zum 12. Mal fand der traditionelle Kirschblütenlehrgang des Karate Dojo Jiriki Gäufelden in der Aspenhalle in Öschelbronn statt. Von der Kirschblüte war leider noch nicht viel zu sehen, da man dieses Jahr für den Lehrgang einen sehr frühen Termin im März gewählt hatte. Trotzdem kamen Teilnehmer aus Calw, Stuttgart, Horb und anderen Karate Dojos nach Gäufelden, um den Kirschblütenlehrgang mit Sensei (Meister/Lehrer) Schlatt zu besuchen. Eigene Mitglieder des Dojo Jiriki waren natürlich auch dabei, die bei einem Lehrgang vor der eigenen Haustüre den Vorteil der kurzen Fahrzeit schätzten.
54 Karateka lernten mit dem studierten Japanologen Schlatt aus Tauberbischofsheim viel über Kumite und bei den Partnerübungen auch über sich selbst. Schlatt fragte immer wieder zwischendurch Begriffe ab. So kam für viele etwas unverhofft die Frage von ihm: „was bedeutet denn haito?"  haito ist der Schwertrücken, also die Gegenseite der Technik shuto (Schwerthand). Der rote Faden durch den Lehrgang mit Schlatt war das Kumite. „Kumite wird oft nur mit Kampf übersetzt" , so Schlatt, „aber für uns ist es auch die Partnerübung, wo man zusammen mit dem Partner lernt und sich gemeinsam weiterentwickelt.
Durch viele Partnerwechsel während der Lehrgangseinheiten hatte dann auch fast jeder mit jedem trainiert. Schlatt beobachtete sehr genau, wie die Karateka seine Anweisungen umsetzten, sprach Lob aus wenn es klappte, kritisierte aber auch um den Teilnehmern den Spiegel vorzuhalten. „In der Kata geht ihr konzentriert nach vorne und positioniert die Techniken", merkte Schlatt an, „warum hüpft ihr beim Kumite durch die Gegend und schlagt wie ein Boxer?" Schlatt wechselte gekonnt in den Lehrgangseinheiten zwischen Technikkombinationen Kata (Form) und Partnerübungen, immer zu dem Zweck beim anschließenden Kumite zielsicher und konzentriert mit dem Partner zu arbeiten. Auch ermahnte er höher Graduierte pfleglich mit dem Partner umzugehen. „Wenn du einer Schildkröte auf den Panzer haust, zieht sie sich zurück und trainiert nicht mehr mit dir," erklärte Schlatt, „mit einem Salatblatt locken und dann zusammen weiterkommen ...ist das Ziel."
So waren die Teilnehmer körperlich durch die Techniken, speziell dem Freikampf gefordert. Sie bekamen aber auch Nahrung für den Kopf und einiges zum Nachdenken. Schlatt zitierte auch den Satz von  Meister Funakoshi: „Verliere nie den Geist des Anfängers". Damit schloß sich der Kreis und der Mehrwert Lehrgänge zu besuchen, um sich weiterzuentwickeln. Ein toller Lehrgang für alle Teilnehmer und die Bestätigung, dass jeder Sensei die Karatewelt etwas unterschiedlich betrachtet. Von jedem kann man etwas lernen und was man für sich selbst als wichtig erachtet, entscheidet sowieso jeder selbst.

Vielen Dank an die Organisatoren, Helfer und Kuchenspender. Der Ablauf hat wieder einmal prima funktioniert.

14. März 2015

 
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